Arabica vs. Robusta – Die beliebtesten Kaffeearten im Vergleich

Die mit Abstand beliebtesten und bekanntesten Kaffeearten sind der sogenannte Arabica
Kaffee und der Robusta Kaffee. Allein Arabica Kaffees machen fast Dreiviertel des weltweit
gehandelten Kaffeevolumens aus. In diesem Blogartikel möchten wir im Folgenden näher
auf die beiden weltweit dominierenden Kaffeesorten eingehen und sie einander gegenüber
stellen, damit Sie bei ihrer nächsten Tasse Kaffee die jeweiligen Merkmale sowie die
Unterschiede erkennen. Die unbekannteren Arten, wie zum Beispiel die Coffea liberica und
Coffea excelsea, machen lediglich einen Prozent des gehandelten Kaffeevolumens aus,
weshalb sie zumindest in diesem Beitrag nicht thematisiert werden.

Kaffee (Coffea) ist eine Pflanzengattung mit mehr als hundert Arten und gehört zu der
Pflanzenfamilie der Rötegewächse (Rubiaceae), die auch Krapp- oder Labkrautgwächse genannt
werden. Der Ursprung fast aller Coffea Arten liegt im tropischen Afrika, in Madagaskar und in der
Inselkette Maskarenen. Heute werden sie weltweit in über 50 Ländern weltweit in den Tropen und
Subtropen angebaut und kultiviert.

Coffea Arten sind immergrüne Sträucher (wenn sie in Kultur gehalten werden) oder Bäume, die bis zu 60 Jahre alt werden können. Sie stehen am liebsten windgeschützt und nicht in der prallen Sonne, weshalb Hecken und schattenspendende Bäume angepflanzt werden. Der Boden sollte tiefgründig, locker und wasserdurchlässig sein. Ab einem Alter von drei Jahren produzieren sie bei einem ausgeglichenen Klima ohne Temperaturextreme mehrkammerige Steinfrüchte in Form von Ellipsoiden, die sogenannten Kaffeekirschen. Ab einem Alter von 20 Jahren bringen Kaffeepflanzen je nach Strauch weniger lohnende Erträge. Die Kaffeekirschen (oder auch Kaffeebeeren genannt) lassen sich in reifem Zustand an ihrer satten roten Farbe erkennen und haben ein leicht süßlich schmeckendes Fruchtfleisch. Zuvor nehmen sie eine gelbliche Farbe an und in unreifem Zustand sind sie grün und wenig aromatisch. Überreife Kirschen neigen zu einer schwarzen Farbe, gären und schmecken faulig. Das Fruchtfleisch der Beeren (auch Fruchtpulpe genannt) ist umhüllt von einer dicken, weichen Fruchthaut bzw. Schale. Die unter der Pulpe liegenden S c h i c h t e n v o n H ä u t c h e n ( P e r g a m e n t h ä u t c h e n u n d Silberhäutchen) und Schleim umgeben einen Kern. Im Kern der Kaffeekirschen befinden sich meist zwei Samen, die als Kaffeebohne bezeichnet werden. An ihrer flachen Seite bilden die beiden Samen einen geschwungenen oder länglichen Spalt. Wenn sich in der Frucht nur eine einzelne Same bildet, dann wird diese Perlbohne genannt.

Die bekanntesten Coffea Arten sind die Plantagenpflanzen Coffea arabica, also Arabica Kaffee, und Coffea canephora, welche mittlerweile mehr unter dem Namen Robusta Kaffee bekannt ist.

ARABICA (Coffea arabica)

Mit 60 bis 70 Prozent des weltweit gehandelten Kaffeevolumens zählt heute der Arabica Kaffee zu der meist verbreiteten Kaffeeart. 2019 wurden weltweit rund 96,1 Millionen Säcke (à 60 Kilogramm) Arabica Kaffee produziert. Ein Sack Kaffee beschreibt nicht nur die Verpackungsart, in der die Rohkaffeebohnen abgefüllt und transportiert werden, sondern ist auch eine offizielle Maßeinheit und entspricht (je nach Herkunftsland der Kaffeebohnen) einer Menge von 60 bis 70 Kilogramm. Länder, die am meisten Arabica kultivieren sind (absteigend nach Produktionsmenge): Brasilien, Kolumbien, Äthiopien, Honduras, Peru, Guatemala, Mexico, Nicaragua, El Salcador und Costa Rica.

HERKUNFT

Coffea Arabica, oder kurz Arabica (auch Bergkaffee oder Javakaffee genannt), hat seinen Ursprung in Südwestäthiopien. Es wird vermutet, dass dieser im 14. Jahrhundert wildwachsend in der Region Kaffa entdeckt wurde, bevor er über den Jemen sich in die arabischen Länder verbreitete. Mitte des 17. Jahrhunderts entdeckten dann auch die westlichen Länder Europas Kaffee als Heißgetränk für sich, weshalb das damalige Arabien somit sein Monopol in der Kultivierung der Kaffeepflanze verlor. Ab diesem Zeitpunkt wurde Arabica auch in Indien oder in Südamerika angebaut.

ANBAU UND KLIMA

Arabica ist eine anspruchsvolle Kaffeepflanze, die dem Boden und dem Klima hohe Anforderungen stellt. Sie benötigt ein gemäßigtes Klima, was so viel bedeutet, dass die Pflanze weder zu hohe, noch zu kalte Temperaturen mag. Ideal für sie sind Temperaturen zwischen 16 und 24 Grad Celcius und eine Niederschlagsrate von 1.500 bis 2.500 mm im Jahr. Bei einer Niederschlagsrate unter 1000 Millimeter im Jahr wird auf Bewässerung gesetzt und bei einer jährlichen Rate unter 800 Millimeter wird Kaffee gar nicht angebaut. Arabica wird somit hauptsächlich im Hochland zwischen 1.000 und 2.200 Metern über dem Meeresspiegel und in der Nähe des Äquators im tropischen und subtropischen Klima angebaut.

ERNTE

Die Reifung der Kaffeekirschen der Arabicapflanze erfolgt langsamer als beim Robusta Kaffee. Nach neun bis elf Monaten wird die Ernte der Steinfrüchte entweder selektiv von Hand durchgeführt, die im Kaffee-Jargon als „Picking“-Methode genannt wird, oder es wird die „Stripping“-Methode angewendet. Bei der arbeits- und zeitintensivsten Picking-Methode werden nur die gleichmäßig reifen Kaffeekirschen einzeln per Hand von der Kaffeepflanze buchstäblich herausgepickt und gepflückt. Fast wie bei einer Weinlese. Die noch unreifen Kaffeekirschen bleiben an der Pflanze hängen und werden nach etwa zwei Wochen bei der nächsten Ernte von Kaffeebäuerinnen und -bauern erneut kontrolliert und bei gegebener Reife gepflückt. Die verbleibenden unreifen Kirschen werden am Ende der Erntezeit zwar auch eingesammelt aber entsorgt, um die Kaffeepflanze vor dem Verfaulen und vor Schädlingen zu beschützen. Diese Art der handgepflückter und kostenintensiver Ernte garantiert den richtigen und gleichen Reifegrad aller gepflückten Kaffeekirschen und gewährt somit die höchste Kaffeequalität. Vor allem Bio Arabica wird ausschließlich per Hand geerntet. Beim Arabica Kaffee, der aus den großen Plantagen Brasiliens oder Äthiopiens herkommt, wird die sogenannte „Stripping“-Methode angewendet. Hier wird in der Regel per Hand mit einem kammartigen Werkzeug (aber auch maschinell auf flachen Plantagen) in einem Zug alle Kaffeekirschen, also sowohl reife als auch weniger reife Kirschen, von den Zweigen der Kaffeepflanze abgestreift. Diese Methode kommt dann zum Einsatz, wenn alle Kirschen in etwa den gleichen Reifgrad haben. Damit die Qualität des Kaffees jedoch nicht beeinträchtigt wird, muss anschließend der bunte Ertrag aussortiert werden, da auch un- und überreife Kirschen gepflückt werden. Dies erfolgt jedoch nicht immer. Dieses beliebte Ernteverfahren hat jedoch zur Folge, dass die Äste kahl gezupft werden und Kaffeepflanzen beschädigt werden können, was allenfalls zu Ernteausfällen in den Folgejahren führen kann. Pro Ernte gibt eine gesunde Arabica Pflanze ein bis fünf Kilogramm Kaffeekirschen her. Die Reifung der Kaffeekirschen der Arabicapflanze erfolgt langsamer als beim Robusta Kaffee. Nach neun bis elf Monaten wird die Ernte der Steinfrüchte entweder selektiv von Hand durchgeführt, die im Kaffee-Jargon als „Picking“-Methode genannt wird, oder es wird die „Stripping“-Methode angewendet. Bei der arbeits- und zeitintensivsten Picking-Methode werden nur die gleichmäßig reifen Kaffeekirschen einzeln per Hand von der Kaffeepflanze buchstäblich
herausgepickt und gepflückt. Fast wie bei einer Weinlese. Die noch unreifen Kaffeekirschen bleiben an der Pflanze hängen und werden nach etwa zwei Wochen bei der nächsten Ernte von Kaffeebäuerinnen und -bauern erneut kontrolliert und bei gegebener Reife gepflückt. Die verbleibenden unreifen Kirschen werden am Ende der Erntezeit zwar auch eingesammelt aber entsorgt, um die Kaffeepflanze vor dem Verfaulen und vor Schädlingen zu beschützen. Diese Art der handgepflückter und kostenintensiver Ernte garantiert den richtigen und gleichen Reifegrad aller gepflückten Kaffeekirschen und gewährt somit die höchste Kaffeequalität. Vor allem Bio Arabica wird ausschließlich per Hand geerntet. Beim Arabica Kaffee, der aus den großen Plantagen Brasiliens oder Äthiopiens herkommt, wird die sogenannte „Stripping“-Methode angewendet. Hier wird in der Regel per Hand mit einem kammartigen Werkzeug (aber auch maschinell auf flachen Plantagen) in einem Zug alle Kaffeekirschen, also sowohl reife als auch weniger reife Kirschen, von den Zweigen der Kaffeepflanze abgestreift. Diese Methode kommt dann zum Einsatz, wenn alle Kirschen in etwa den gleichen Reifgrad haben. Damit die Qualität des Kaffees jedoch nicht beeinträchtigt wird, muss anschließend der bunte Ertrag aussortiert werden, da auch un- und überreife Kirschen gepflückt werden. Dies erfolgt jedoch nicht immer. Dieses beliebte Ernteverfahren hat jedoch zur Folge, dass die Äste kahl gezupft werden und Kaffeepflanzen beschädigt werden können, was allenfalls zu Ernteausfällen in den Folgejahren führen kann. Pro Ernte gibt eine gesunde Arabica Pflanze ein bis fünf Kilogramm Kaffeekirschen her.

RÖSTUNG & GESCHMACK

Von fruchtig-floralen Aromen bis hin zu nussig-schokoladigen Noten – Arabica Kaffee ist geprägt von einem edlen, süßlichen Geschmack, der vielseitige Aromen mitbringt. Die feine fruchtige Säure und die fehlende Bitterkeit machen den Arabica Kaffee zu einer beliebten Sorte. Der Röstgrad der Arabica Bohnen bestimmen die Intensität der Aromabildung und damit die Geschmacksempfindung. Je heller der Röstgrad, desto intensiver sind die fruchtigen Noten. Aber auch die Herkunft der Kaffeebohnen bestimmen das Kaffeearoma. Der Koffeingehalt der Arabicabohnen ist mit 1,1 bis 1,7 Prozent eher niedrig im Gegensatz zum Robusta.

ROBUSTA (Coffea canephora)

Mit ungefähr 40 Prozent des weltweit gehandelten Kaffeevolumens ist Robusta nach Arabica Kaffee die meist verbreitete und somit die zweitbeliebteste Kaffeesorte der Welt. Länder, die am meisten Arabica kultivieren sind (absteigend nach Produktionsmenge): Vietnam, Brasilien, Indonesien, Indien, Elfenbeinküste, Uganda, Malaysier, Thailand, Kamerun und Togo.

HERKUNFT

Coffea canephora, oder Robusta Kaffee genannt, hat seinen Ursprung in Zentral- und Westafrika und wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Kongo erstmals entdeckt. Den Namen hat der Kaffee zum Teil aus dem Grund, weil der Kaffee widerstandsfähiger gegen Pflanzenkrankheiten und ertragreicher, also im Ganzen robuster ist. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde durch den Kolonialismus der Anbau von Robusta Kaffee stark angekurbelt, während des Zweiten Weltkrieg jedoch zwischenzeitlich angehalten und im Zuge der Unabhängigkeitsbewegung in Afrika wieder vermehrt fortgesetzt. Das Kultivieren der Pflanze beschränkte sich allerdings nicht nur auf den zweitgrößten Kontinent. Auch im nördlichen Brasilien oder in Asien (vor allem in Indonesien, Indien, Vietnam und auf den Philippinen) wurde angebaut. Vietnam ist übrigens heute, nach Brasilien, der größte Kaffeeproduzent weltweit.

ANBAU UND KLIMA

Robusta Kaffee wird im Flachland unter 1000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel angebaut, weil die Kaffeepflanze niedrige Höhenlagen bevorzugt. Zudem mag der kälteempfindliche Robusta äquatoriale Klimazonen, wo das Wetter heiß und feucht ist. Im Gegensatz zur Arabica Pflanze werden Robusta Pflanzen weniger dicht angebaut.

ERNTE

Durch die schnellere Reifung der Früchte und einer Reifezeit von sechs bis neun Monaten, kann, im Gegensatz zum Arabica Kaffee, öfters als einmal im Jahr geerntet werden. Bei dem Robusta Kaffee wird entweder die „Stripping“-Methode angewendet oder er wird maschinell geerntet. Bei der maschinellen Ernte werden große Pflückmaschinen auf ebenen Flächen eingesetzt. Diese „kämmen“ binnen kurzer Zeit große Mengen an Kaffeekirschen. Das heißt nicht nur die reifen Kirschen werden von den Zweigen geerntet, sondern – wie beim manuellen Stripping mit einem Kamm oder einer Handmaschine – auch die un- und überreifen Kirschen und zumal auch ganze Zweige des Kaffeebaumes. Zwar sortiert im anschließenden Prozess erneut eine Maschine so gut wie es geht die schlechten Kaffeekirschen aus und entfernt vor der Verarbeitung die Blätter, dennoch hat dies zur Folge, dass der Kaffee von minderer Qualität ist und sich im Geschmack bemerkbar macht. Erntemaschinen werden in der Regel auf den großen Kaffeeplantagen Brasiliens verwendet und stellt eine beliebte Methode dar, da sie zeitsparender ist und der Kaffee zu billigeren Preisen vermarktet werden kann.

RÖSTUNG & GESCHMACK

Würzige Noten, ein erdiges Aroma und angenehm bitter – Robusta Kaffee ist bekannt für seinen eher intensiveren und holzigen Geschmack. Durch den niedrigen Ölgehalt der Bohnen wird der Kaffee kräftig und die Kaffeecrema länger haltbar, weshalb sich Robusta Bohnen ideal für Espressi eignen. Genauso wie beim Arabica tragt sowohl das Anbaugebiet des Robusta Kaffes als auch die Röstung der Bohnen zum Geschmacksprofil bei. Robusta Kaffee hat mit seinen 2 bis 4,5 Prozent doppelt so viel Koffein wie Arabica Kaffee.

Abschließend und zusammenfassend beide Kaffeesorten nochmals im Vergleich:

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